Was versteht man unter
Depression ?
Die
Bezeichnung Depression stammt vom lateinischen Wort "deprimere"
= herunterdrücken, ab.
Es
handelt sich bei der Depression um eine Gefühlsstörung,
deren Hauptsymptom eine allgemeine seelisch-körperliche
Herabgestimmtheit ist.
Die
Depression ist eine Gemütskrankheit, die den ganzen
Menschen umfassen und ihn in seinem körperlichen Befinden,
seinem Denken, seiner Gestimmtheit und seinen Gefühlen,
seinen Bezügen zur Umwelt, zur eigenen Person und zur
Zukunft bedrohen kann.
Die
Depression kann den Betroffenen elementar beeinträchtigen,
bis hin zur Unfähigkeit den eigenen Lebensverpflichtungen
nachzukommen.
In
ihren tiefsten und schwersten Ausprägungsformen umfängt
sie die Kranken in ihrem Denken und Erleben derart,
daß sie über ihr eigenes Leid nicht mehr hinaus zuschauen
vermögen und den Glauben an sich, an ihre Umwelt, an
Hilfsmöglichkeiten und an die Zukunft verlieren.
Die
Depression wird dann lebensbedrohlich, denn sie bringt
die Gefahr der Selbsttötung mit sich.
Ein
schwer depressiver Mensch ist zutiefst "gemütskrank".
Trotz
ihres ernsten Charakters bedeutet die Depression kein
lebenslanges Gefangen sein in der Melancholie, der Gemütskrankheit,
kein unabänderliches Schicksal mehr.
Die
heutigen Behandlungsmethoden, insbesondere die Antidepressiva
und die psycho- und soziotherapeutischen Behandlungsmethoden
ermöglichen in vielen Fällen eine erfolgreiche Therapie.
Depressionen
können in verschieden schweren Ausprägungsformen auftreten.
Depression
als schwere Krankheit ist n i c h t das, was wir in
der Alltagssprache mit "Depressiv sein" meinen.
Depressive Verstimmung
Dieses ist eher als eine
leichte Form der Depression zu betrachten und besser
als "depressive Verstimmungen" zu bezeichnen.
Darunter versteht man
einen Symptomkomplex vorwiegend aus trauriger oder ängstlicher
Verstimmung, Denkhemmung, gehemmter oder agitierter
Psychomotorik und körperlichen Störungen.
Häufigkeit von Depressionen
Die Depression ist eine
relativ häufig vorkommende Erkrankung.
In großen epidemiologischen
Studien wurde festgestellt, daß im Verlaufe ihres Lebens
etwa 17% der Gesamtbevölkerung (d.h. jeder 6.) an einer
Depression erkranken.
In der Bevölkerung leiden
aktuell: 4% an einer
schweren - 7% an
einer mittelgradigen - 5%
an einer leichten Depression
Das Hauptsymptom sowohl
bei depressiven Verstimmungen als auch bei einer tiefen
Depression ist eine Störung von Stimmung und Gefühlen.
Es handelt sich
somit um eine sogenannte affektive Störung.
Jeder Mench kennt das
Phänomen, früh morgens aufzuwachen und sich in einer
bestimmten Weise zu fühlen, gestimmt zu sein.
Diese "Gestimmtheit"
beeinflußt dann auch unsere Leistungsfähigkeit, die
Kommunikationsfähigkeit, die Bereitschaft auf Menschen
zuzugehen und einzugehen und insgesamt die Arbeits-
und Beziehungsfähigkeit. Beim
gesunden Menschen schwankt diese Stimmung natürlicherweise
in einem bestimmten Bereich auf und ab.
Bei depressiven
Störungen, ist dieses Schwingen der Gestimmtheit nur
noch eingeschränkt möglich. Man spricht von einer "depressiven
Herabgestimmtheit".
Die Betroffenen können
sich nicht nur nicht mehr richtig freuen, ihre Stimmung
ist nicht mehr aufhellbar, sondern sie sind oftmals
auch nur noch eingeschränkt zu "negativen"
Gefühlen wie Trauer, Wut und Verzweiflung fähig.
Die Bandbreite des emotionalen
Erlebens ist stark reduziert.
Nähere Informationen zu
verschiedenen Aspekten des Themas " Depression"
erhalten Sie, wenn Sie in der nachfolgenden Tabelle
die betreffende Schaltfläche, z.B. "Arten der Depression"
oder "Symptome der Depression" anklicken.
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