Johanniskraut
(Hypericum perforatum) wird eingesetzt :
äußerlich
- als ölige Hypericumzubereitungen
- zur Behandlung und Nachbehandlung von scharfen
und stumpfen Verletzungen, Myalgien und Verbrennungen
ersten Grades.
innerlich
- bei depressiven Verstimmungszuständen,
Depressionen, psychovegetativen Störungen, Angst
und/oder nervöser Unruhe. Zudem als ölige Zubereitung
bei dyspeptischen Beschwerden. |
Johanniskraut
(Hypericum perforatum) - Wirkungen
Extrakte aus Johanniskraut
wirken:
- stimmungsaufhellend
(antidepressiv)
- beruhigend (sedierend)
- angstlösend (anxiolytisch)
In Form
von Trocken- oder Flüssigextrakten stimmungsaufhellend
(= antidepressiv). Die stimmungsaufhellende (=antidepressive)
Wirkung von Johanniskraut scheint vor allem durch das
Hypericin zustande zu kommen, das die Nervenbotenstoffe
(Neurotransmitter) im Gehirn in positiver Weise beeinflußt.
Zudem scheint auch Hyperforin an der Wirkung beteiligt
zu sein.
Darüber hinaus ist in klinischen Studien eine milde
beruhigende (=sedierende) und
angstlösende (=anxiolytische
Wirkung) Wirkung von Johanniskraut berichtet worden.
Als ölige
Zubereitungen entzündungshemmend
(= antiphlogistisch).
Die entzündungshemmende
Wirkung der öligen Zubereitungen von Johanniskraut werden
auf den hohen Flavonoidgehalt zurückgeführt.
Auch eine
antibakterielle Wirkung wurde beschrieben.
Für die antibakteriellen Wirkungen von Johanniskraut
werden Hyperforin, Hypersin und Adhyperforin als verantwortliche
Substanzen diskutiert es liegen noch keine ausreichenden
klinischen Untersuchungen vor.
Es wurden
auch virostatische Eigenschaften von Johanniskraut
in Zusammenhang mit HIV diskutiert. Es gibt experimentelle
Ergebnisse zur Wirksamkeit bei Influenza-Viren, Herpes
simplex-Viren und diversen Retroviren, jedoch existieren
bisher keine eindeutigen klinischen Ergebnisse dazu.
Kürzlich konnte eine Wachstumshemmung von Tumorzellen
(Glioblastome/Hirntumor) durch Johanniskraut nachgewiesen
werden. Weitere Forschungen sind noch nötig.
Johanniskraut
(Hypericum perforatum)
Stabilisiert
das Nervensystem und erleichtert die Herstellung
des seelischen Gleichgewichtes.
Macht
entspannter, gelassener, innerlich ruhiger und
harmonischer.
Schützt
vor Überforderung und Niedergeschlagenheit,
fördert die Aktivität am Tag, und erleichtert
so die Rückkehr zur normalen Leistungsfähigkeit.
Steigert
die Lebensqualität und das Wohlbefinden
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Johanniskraut
(Hypericum perforatum) ein pflanzliches Antidepressivum
mit klinisch nachgewiesener Wirksamkeit
Bei schweren
und schwersten Ausprägungsformen der Depression werden
synthetische Antidepressiva unverzichtbar sein.
Bei mittleren und leichten Depressionen ermöglicht das
Johanniskraut als "pflanzliches Antidepressivum"
eine natürliche, schonende und sichere Therapie mit
einer klinisch belegten Wirksamkeit.
Die klinische
Wirksamkeit des Johanniskraut als Antidepressivum wurde
in einer Vielzahl von klinischen Studien überzeugend
nachgewiesen.
Diese Studien erfolgten zum Großteil in einem randomisierten,
placebo-kontrollierten doppelt blinden Studiendesign.
In einigen Studien wurde ein Extrakt aus Johanniskraut
gegen verschiedene trizyklische (Imipramin; Amitriptylin;
Desipramin) oder ein terazyklisches (Maprotilin) Antidepressiva
bezüglich seiner klinischen Wirksamkeit getestet.
Dabei zeigte das Johanniskraut eine gleich gute antidepressive
Wirkung wie diese klassischen chemischen Antidepressiva,
wies aber eine geringere Nebenwirkungsrate auf.
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Johanniskraut
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